| Warum unser Kaffee "fair" ist! |
|
There are no translations available.
Bergstraße in einem Anbaugebiet in Cost Rica (Quelle: Eigene Aufnahme)Nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt steigt die Nachfrage nach Kaffee stetig. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die produzierenden Länder. Man sollte meinen, dass durch die höhere Nachfrage sich deren Situation verbessert, das heißt durch die höhere Abnahme mehr Gewinn entsteht. Die Realität sieht jedoch leider anders aus. Der heutige Kaffeemarkt ist ein Oligopol und wird – wie Ihr sicher wisst - von wenigen großen Konzernen maßgeblich bestimmt. Aufgrund ihres wachsenden Bedarfs an Rohkaffee werden immer höhere Produktionsmengen nötig. Früher haben die ca. 25 Millionen Rohkaffeeproduzenten ihre Ernte alle mit Hand durchgeführt, heute reicht das natürlich nicht mehr aus. Maschinen werden nun auf großen Plantagen eingesetzt und die Kaffeepflücker verlieren ihre Arbeit. Das maschinelle Ernten der Bohnen ist überhaupt nicht schonend für die Bohnen und so werden viele Kaffeekirschen bei der Ernte beschädigt. Aber nicht nur dadurch sinkt die Qualität des Kaffees, es werden auch Kaffeekirschen geerntet, die noch lange nicht reif sind und normalerweise bis zum nächsten Erntedurchlauf an der Pflanze hängen bleiben. Wie bei jeder Monokultur wird auch beim Kaffee der Einsatz von Dünger und Pestiziden nicht gescheut, um die Erträge zu steigern und somit wird die Umwelt zusätzlich belastet. Die Vorteile des traditionellen Kaffeeanbaus sind die schonende Ernte und die größere Rücksichtnahme auf die Natur. Kleine Betriebe, die keine Erntemaschinen besitzen, haben jedoch hohe Kosten und sind gezwungen ihre Bohnen an die Großabnehmer zu Selbstkosten oder sogar mit Verlust zu verkaufen und somit gehen viele Familienbetriebe Pleite. Kaffeelogistik in südamerikas Berggebieten (Quelle: Eigene Aufnahme)
Doch es gibt Hoffnung für die kleinen Kaffeebauern durch den Trend hin zum fair gehandelten Premiumkaffee. Kleine Betriebe beziehen ihre Ware von Importeuren oder handeln direkt mit den Herkunftsländern, denn im Gegensatz zu den Kaffeeriesen ist die Qualität der Rohbohne für die Heimröster und Kleinunternehmen erfolgsbestimmend. Um nun die entsprechende Qualität zu bekommen, müssen sich die Kleinröster direkt an die Bauern wenden, bei denen noch mit Hand geerntet wird und auf Qualität statt Quantität geachtet wird. Aus diesem Grund bestellen auch wir unseren Rohkaffee von einem Importeur aus Hamburg, der die Bohnen von einem Kleinbauern, der Familie Ruiz aus Panama Boquete, bezieht. Das ist für sie auch enorm wichtig, um unabhängig von den großen Kaffeefirmen zu werden, welche die Kaffeepreise diktieren und sie immer weiter zu drücken versuchen. Wir zahlen für unseren hochqualitativen Kaffee zwar rund das Dreifache im Vergleich zu den Großkonzernen, bekommen dafür aber eine nachhaltig produzierte und schonend geerntete Bohne und haben die Sicherheit, dass die Plantagenarbeiter einen fairen Lohn bekommen. Dies entspricht unserer Firmenphilosophie. |


Nachhaltigkeit